Export ohne Schädlinge und Korrosion

3. Damentag der Wegmüller AG

3. Damentag Wegmüller AG Attikon 2013Damentag Wegmüller AG 2013Damentag Wegmüller AG 2013

Voranmeldung 2014
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Attikon ZH – Auch nach China kann man Exportgüter sicher in Holzkisten versenden, sofern das verwendete Holz dem ISPM-15 Standard für Schädlingsbekämpfung entspricht. Kundinnen der Wegmüller AG vertiefen am dritten Damentag am 24. September in Attikon ihr Verpackungswissen: ISPM-Experte Otto Raemy vom Bundesamt für Umwelt plaudert aus dem Nähkästchen, wie Holzschwachstellen erkannt und die Einfuhrbedingungen in Übersee eingehalten werden können. Und nach dem Workshop über verschiedene Korrosionsschutzarten legen die Damen gleich selbst Hand an.

„Beim nächsten Exportprojekt weiss ich nun, wie wir die verpackte Anlage reibungslos durch den chinesischen Zoll bringen“ freut sich eine Teilnehmerin. Sie hat eben mit der Nagelpistole einen 160 Millimeter langen Nagel ins Holz gepfeffert und ist von dessen Wucht beeindruckt. Umso mehr schätze sie die rasche und genaue Arbeit der Verpacker aus Attikon.

Der Stempel entscheidet
Um die weltweite Verbreitung von Holzschädlingen zu vermeiden, muss Verpackungsholz für den Export behandelt werden. In der Schweiz wird das Holz erhitzt, wodurch Käfer, Würmer usw. unschädlich gemacht werden. Obwohl Rinde und auch Frassgänge somit keine Gefahr mehr darstellen, werden diese von der Wegmüller AG entfernt. Denn weltweit verfügen nicht alle ISPM-Funktionäre über denselben Wissensstand: In einigen Ländern kann eine einzige unleserliche Zahl die ISPM-Markierung ungültig machen. Die Folgen können hohe Bussen, Umverpackungskosten oder mehrere Wochen Quarantäne sein. ISPM-Experte Otto Raemy vom Bundesamt für Umwelt bestätigt eine weitere Tatsache: „Pflanzenschutzzeugnisse sind in den Ländern, die den ISPM-15 Standard anerkannt haben, nicht mehr nötig.“

„Zaubermittel“ VCI-Folie
Rost und weitere Korrosionsarten bedeuten für viele Transportgüter Totalschaden. In der Praxis vertrauen die Verpackungsexperten meistens auf die „VCI“- oder die „Trockenmittelmethode“. „Volatile Corrosion Inhibitors“ (VCI) ist ein zum Beispiel auf Plastikfolien aufgedampfter Wirkstoff. Dieser verflüchtigt sich während des Transportes und schlägt sich auf der Oberfläche des verpackten Gutes nieder. Der VCI-Wirkstoff unterbricht den bei Feuchtigkeit drohenden Korrosionsprozess. „Es ist erstaunlich, funktioniert aber sehr zuverlässig“, berichtet Wegmüller-Verpackungsexperte Werner Treier aus seinem Erfahrungsschatz. Eine weitere Möglichkeit ist die Trockenmittelmethode: Das Packgut wird luftdicht in eine Folie eingeschweisst, wobei Trockenmittel die Restfeuchtigkeit einspeichert.

Selber ausprobieren
Für die meist im Büro arbeitenden Damen braucht es wenig Überredungskunst, Handschuhe anzuziehen und das theoretisch Erlernte anschliessend mit den schweren Maschinen selbst nachzuvollziehen. Die Teilnehmerinnen nutzen auch die Gelegenheit, sich untereinander ins Gespräch zu vertiefen und Erfahrungen aus der Verpackungs- und Logistikbranche auszutauschen.

Frauenanteil steigend
Vermehrt treffe man in der Export-, Verpackungs- und Logistikwelt auf Damen, meint Marc Wegmüller, Geschäftsführer der Wegmüller AG. „Unsere Kundinnen müssen sich in der männerdominierten Branche behaupten. Wir als Verpackungspartner unterstützen sie dabei gerne mit Fachwissen.“ Das Echo auf den ausschliesslich Damen vorbehaltenen Tag sei sehr positiv, so dass auch nächstes Jahr die Tradition fortgesetzt würde. Eine Teilnehmerin fasst ihre Eindrücke zusammen: „So zu lernen bringt mich weiter und macht Freude.“

Nähere Informationen erhalten Sie gerne bei:
Marc Wegmüller, Wegmüller AG, CH-8544 Attikon ZH
, Tel. 052 320 99 11