Importverbot für Plastikfolie in Saudi Arabien

Korrektur: Um Umwelt- und Gesundheitsrisiken entgegenzuwirken, führt das Land ab Dezember 2017 eine neue Regulierungsvorschrift für Kunststoff ein. Davon ist auch Verpackungsmaterial betroffen.

Plastikfolien wie diese VCI-Korrosionsschutzfolie oder Stretchfolien sind vom Importverbot betroffen.

Vorsicht beim Export nach Saudi Arabien, ab Dezember 2017 dürfen keine Einweg-Kunststoffprodukte mehr nach Saudi-Arabien exportiert werden. Gemäss einer Meldung von Switzerland Global Enterprise vom August 2017 sind in der Vergangenheit in Saudi Arabien mehrere schädliche Plastikprodukte entdeckt worden. Um solchen Umwelt- und Gesundheitsrisiken entgegenzuwirken, führt das Land ab Dezember 2017 eine neue Regulierungsvorschrift für Kunststoff ein.

Verpackungsmaterialien wie zum Beispiel VCI-Korrosionsschutzfolie oder Stretchfolie (PE oder PP) sind entgegen der ersten Meldungen von dem Verbot nun doch betroffen. Beim Verpacken der Exportgüter braucht es demnach besonderen Vorkehrungen (s. letzter Absatz).

Wir arbeiten an einer Lösung.

Plastiktaschen, Plastikhüllen oder auch Plastikteller – von der neuen Vorschrift sind die verschiedensten Produkte betroffen. Die Plastikprodukte müssen neu aus einem zugelassenen oxo-biologischen abbaubarem Material bestehen, heisst es in den Bestimmungen der dafür zuständigen saudischen Organisation (SASO). «Dabei wird kein Unterschied gemacht, ob der Kunststoff in Saudi-Arabien produziert oder in das Land eingeführt wird», erklärt Larbi El-Attari vom Swiss Business Hub Middle East in Saudi-Arabien. Nicht konforme Produkte dürfen demnach nicht mehr eingeführt werden.

Einfuhren werden am Zoll kontrolliert
Produkte und Verpackungen, welche mit Polyethylen oder Polypropylen hergestellt werden, müssen die neuen Vorschriften erfüllen und eine oxo-biologisch abbaubare Masterbatch von einem Zulieferer enthalten, der durch die saudi-arabische Regierung zugelassen wurde. Um die importierten Produkte genau zu kontrollieren, arbeitet der Zoll in Saudi-Arabien mit einem Labor zusammen. Die neue Vorschrift gilt in Saudi-Arabien ab Dezember 2017. Eine Tarifliste mit den Produkten, welche die entsprechende Deklaration brauchen, sowie eine Erklärung der neuen Richtlinie finden Sie im Downloadbereich.

Welche Produkte sind betroffen?
Entgegen den uns bisher vorliegenden Informationen ist auch die Verpackung betroffen. Dies besagt eine Konkretisierung der Regulierung durch die saudischen Zollbehörden, die S-GE seit Kurzem vorliegt. Damit müssen ab dem 12. Dezember 2017 die Plastikprodukte (welche auf der HS-Code-Liste aufgeführt sind) sowie das Verpackungsmaterial für die Entsendungen mit dem Logo «biologisch abbaubar» versehen werden. Damit wird sichergestellt, dass auch Einweg-Kunststoffprodukte aus Polyethylen oder Polypropylen mit einer Foliendicke von 250 Mikron oder weniger, die üblicherweise für Verpackungen verwendet werden (beispielsweise Tragtaschen, Umhüllungen und ähnliche Anwendungen), oxo-biologisch abbaubar sind. Ohne das entsprechende Logo können die Exporte nicht nach Saudi-Arabien eingeführt werden. Um das Logo verwenden zu dürfen, brauchen die Hersteller oder Importeure von der zuständigen Organisation SASO eine Lizenz. Gleichzeitig müssen die Unternehmen ein Verpflichtungsschreiben des Importeurs beilgegen, dass die Vorschriften für die biologisch abbaubaren Kunststoffprodukte auch bei künftigen Sendungen befolgt werden.
Weitere Informationen finden Sie hier.

Quelle: www.sg-e.com