Kiefernholz

Als Kiefernholz wird das Holz der Kiefern (Gattung Pinus) bezeichnet, das wie Tannen-, Fichten- oder Lärchenholz zu den Nadelhölzern gehört. In Europa wird unter dieser Bezeichnung fast ausschliesslich das Holz der Waldkiefer (Pinus sylvestris) bezeichnet.

Kiefernholz wird unter einer Reihe unterschiedlicher Namen vermarktet, die auch für die Bäume selbst verwendet werden; darunter befinden sich z. B. die Namen Gemeine Kiefer, Waldkiefer, Sandkiefer, Weisskiefer, Föhre, Forche oder Forle.

Die Waldkiefer ist in Teilen Mitteleuropas die zweithäufigste Waldbaumart nach der Fichte. In Gesamteuropa und Nordasien stellt die Kiefer einen der wichtigsten Forstbäume dar, wobei sich ihr Verbreitungs- und Nutzungsgebiet über weite Teile Europas und Asiens zieht.

Kiefern wachsen im Bestand weitgehend gerade mit einem vollholzigen und zylindrischen Stamm, wobei die Wuchsform sehr stark abhängig von der Region und den ökologischen Bedingungen sein kann. Regional können die Stämme entsprechend auch krummschäftig, drehwüchsig und starkästig sein. Die astfreien Stammlängen erreichen unter optimalen Bedingungen bis zu 20 Metern bei einer Gesamthöhe des Baumes von bis zu 48 Metern, der Durchmesser beträgt 0,4 bis 0,6 Meter, maximal kann er bis etwa 1 Meter erreichen. Als vergleichsweise anspruchslose Art ist die Kiefer sehr schnellwüchsig und kann Holzzuwächse von 7,8 m3 pro Jahr erreichen; Hiebholz wird mit etwa 100 bis 120 Jahren geerntet, hochwertiges Qualitätsholz ist älter als 160 Jahre.

Der Kern- und der Splintholzbereich unterscheiden sich im Gegensatz zu dem der Fichte und der Tanne farblich sehr deutlich voneinander (Kernholzbaum). Dabei hat das 2 bis 10 Zentimeter dicke Splintholz eine gelblich- bis rötlich-weisse Farbe, während das Kernholz frisch rötlichgelb ist und zu einem rötlichbraunen bis rotbraunen Ton nachdunkelt. Die Jahresringe setzen sich deutlich voneinander ab und messen im Mittel etwa 3 Millimeter, wobei sie je nach Standort zwischen einem Millimeter und fast einem Zentimeter stark variieren können. Dabei ist das Spätholz deutlich dunkler und rotbraun im Vergleich zum hellen Frühholz. Die Harzkanäle sind deutlich ausgeprägter als bei der Fichte oder Lärche und sind auch makroskopisch zu erkennen.

Kiefernholz wird im Verpackungsbereich nur selten eingesetzt.

Verwendete Quellen: Wikipedia, Bäume Mitteleuropas (Andreas Roloff)

Nadelholz Wegmüller Attikon